Hintergrund

Was sollte ich wissen? Alles über Humusoasen, Biozyklische Humuserde, das terra plena Projekt und die Humuserde-Akademie.

Was ist eine Humusoase?

Eine Humusoase ist ein lebendiger Ort, an dem Biozyklische Humuserde entsteht, gepflegt und genutzt wird. Sie kann so klein wie ein Hochbeet auf dem Balkon oder so groß wie ein ganzer landwirtschaftlicher Betrieb sein.

Das Konzept verbindet Menschen unterschiedlicher Hintergründe – Hobbygärtner, Gemüsegärtner, Landwirte und Investoren – in einem gemeinsamen Ziel: die Wiederherstellung lebendiger, fruchtbarer Böden.

Humusoasen bilden zusammen ein Netzwerk, das auf der Philosophie des biozyklisch-veganen Anbaus basiert: kein Einsatz tierischer Betriebsmittel, vollständig pflanzliche Kreisläufe, maximale Biodiversität.

Was ist Biozyklische Humuserde?

Biozyklische Humuserde ist das Ergebnis eines mehrjährigen Veredelungsprozesses, bei dem rein pflanzlicher Kompost durch wachsende Pflanzen und Bodenorganismen in ein dauerhaft fruchtbares Substrat transformiert wird.

Entwickelt von Dr. agr. Johannes Eisenbach, ist sie ein nährstoffstabilisiertes und kohlenstoffsequestrierendes Anbausubstrat – ohne Auswaschungsgefahr, ohne Überdüngungsrisiko, ohne tierische Bestandteile.

Pflanzen, die in Biozyklischer Humuserde wachsen, können Nährstoffe aktiv und selektiv aufnehmen – wie in natürlichen Wäldern. Das Ergebnis: außergewöhnlich gesunde, vitale Pflanzen mit hoher Fruchtqualität.

Wie entsteht Biozyklische Humuserde?

Der Prozess beginnt mit der Herstellung von Qualitätskompost nach dem Lübke-Hildebrandt-Verfahren – ausschließlich aus pflanzlichen Reststoffen. Im Falle von Biocyclic Park in Griechenland sind das Oliventrester, Traubentrester, Olivenblätter, Gemüseausschuss und Pilzsubstrat. Die Zusammensetzung der Ausgangsstoffe variiert je nach Standort und Verfügbarkeit an pflanzlichem Material.

Dieser Kompost wird dann unter biozyklisch-veganen Anbaubedingungen über mehrere Jahre von wachsenden Pflanzen veredelt. Die Pflanzen pumpen Kohlenhydrate in das Substrat, wo sich stabile Kohlenstoffverbindungen anreichern.

Das Ergebnis sind makromolekulare Kohlenstoffstrukturen (Mikro-Carbon-Cluster), die von Mikroben nicht weiter abgebaut werden können (Kohlenstoffspeicher) und als Trägersubstanz für Pflanzennährstoffe dienen (Fruchtbarkeitskatalysator). Dadurch sind auch wasserlösliche Nährstoffe vor Auswaschung geschützt, obwohl sie von der Pflanze leicht aufgenommen werden können.

Was ist das terra plena Projekt?

Das terra plena Projekt macht Biozyklische Humuserde als digitalen Vermögensgegenstand zugänglich. Über blockchain-basierte Tokens können Menschen weltweit in die Entstehung und Erhaltung von Biozyklischer Humuserde investieren.

Zentrale Aufgabe ist der weltweite Aufbau von regionalen, geschlossenen Wirtschaftskreisläufen – sogenannten terra plena Hubs – die auf der Wiederherstellung natürlicher Bodenfruchtbarkeit basieren.

Jedes Kilogramm Biozyklische Humuserde repräsentiert einen realen Vermögenswert: gesunde Böden, CO₂-Bindung, Lebensmittelsicherheit und Klimaschutz in einem. All dies spiegelt sich in der neuen Werteinheit terra libra, die später – durch ihre Deckung mit Biozyklischer Humuserde – sogar eine neue Währung werden kann.

Was ist ein terra plena Hub?

Ein terra plena-Hub ist eine Aktionsbündnis verschiedener Träger, die durch ein koordiniertes Zusammenwirken auf lokaler Ebene Nährstoffkreisläufe schließen helfen und dadurch die Generierung von Biozyklischer Humuserde ermöglichen.

Ein terra plena Hub vereint sechs Akteursgruppen: Rohstofflieferanten (Lebensmittelverarbeitung, Landwirtschaft, Landschaftsschutz), PCS®-Bereitsteller (auch 'Inkubatoren' genannt), Veredler (Gärtner und Landwirte, die Humusoasen betreiben), terra plena Gemüse-Bezieher (Gastronomie, Hofläden, Einzelhandel, Haushalte), Bodenkuratoren (Investoren) und Hub-Koordinatoren.

Jeder Hub trägt zur Wiederherstellung regionaler Bodenfruchtbarkeit bei und schafft gleichzeitig wirtschaftliche Werte für alle Beteiligten.

Ziel ist, dass terra plena-Hubs an möglichst vielen Orten entstehen und ein engmaschiges Netzwerk bilden, damit überall auf der Welt in ausreichender Menge ohne lange Transportwege PCS® bereitgestellt werden kann, das daraufhin in Humusoasen zu Biozyklischer Humuserde veredelt wird.

Was ist eine Humuserde-Akademie?

Die Humuserde-Akademie ist das Bildungszentrum des Humusoasen-Netzwerks. Hier werden Wissen und Praxis der biozyklisch-veganen Landwirtschaft und der Biozyklischen Humuserde vermittelt.

Von Einführungskursen für Hobbygärtner bis zu professionellen Zertifizierungsprogrammen für Landwirte – die Akademie bietet Bildungsangebote für alle Erfahrungsstufen.

Das Ziel: Menschen zu befähigen, selbst Humusoasen zu schaffen und zu pflegen – und damit aktiv zur Bodenregeneration beizutragen.

Bereit, Teil der Bewegung zu werden?

Entdecke, wie du dich beteiligen kannst – egal ob als Hobbygärtner oder Landwirt.

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